
Schieferarbeiten
Das älteste Deckmaterial – und noch immer das anspruchsvollste
Schiefer ist in der Eifel und im Ahrtal seit Jahrhunderten das prägende Dachmaterial – und das einzige, bei dem jeder einzelne Stein von Hand zugerichtet wird. Genau deshalb trennt sich hier die Spreu vom Weizen.
Warum Schiefer
Schiefer hält länger als praktisch jedes andere Deckmaterial: Hundert Jahre und mehr sind bei guter Ausführung keine Ausnahme, sondern der Normalfall. Er ist frostbeständig, verändert seine Farbe kaum und lässt sich in Formaten verlegen, die kein anderes Material erlaubt. Sein eigentlicher Vorzug zeigt sich aber dort, wo Dächer nicht rechteckig sind: An Türmen, Rundungen, Kehlen und geschwungenen Flächen ist Schiefer oft die einzige Deckart, die sauber aufgeht.
Altdeutsche Deckung
Die Königsdisziplin. Jeder Stein wird einzeln mit dem Schieferhammer zugerichtet, die Gebindehöhe nimmt von der Traufe zum First hin ab. Dadurch lassen sich auch gewölbte Flächen decken, an denen eine Deckung mit gleichbleibendem Format zwangsläufig aufreißen würde. Zuschnitt und Einteilung entstehen auf dem Dach, nicht am Reißbrett – das ist reine Erfahrungssache und der Grund, warum diese Deckart nicht jeder Betrieb anbietet.
Schuppen, Rechteck und Bogenschnitt
Nicht jedes Dach braucht Altdeutsche Deckung. Die Schuppendeckung mit ihrem gleichmäßigen Rundschnitt wirkt ruhiger und ist wirtschaftlicher, die Rechteck-Doppeldeckung passt zu klaren, modernen Baukörpern. Für Fassaden kommen zusätzlich Bogenschnitt, Spitzwinkel oder die waagerechte Deckung in Frage. Wir zeigen Ihnen die Deckbilder an Musterflächen – auf dem Papier lässt sich der Unterschied schwer beurteilen, an der Wand sofort.
Türme, Gauben und Anschlüsse
Kegel- und Zwiebeldächer, Erker, Fledermausgauben, Kehlen und Turmanschlüsse: Das sind die Stellen, an denen sich zeigt, ob eine Deckung handwerklich sitzt. Dazu gehören die Klempnerarbeiten – Kehlbleche, Verwahrungen, Anschlüsse an Mauerwerk und Schornstein –, die bei uns aus demselben Betrieb kommen. Auch die Fassade ist ein Thema: Schiefer an der Wetterseite ist im Mittelgebirge eine bewährte Antwort auf Schlagregen, und optisch die schlüssigste Ergänzung zu einem Schieferdach.
Reparatur und Denkmal
An älteren Schieferdächern ist selten die Fläche das Problem, sondern die Befestigung: Wenn die Nägel durchgerostet sind, rutschen einzelne Steine, ohne dass die Deckung als solche verbraucht wäre. Solche Schäden lassen sich partiell beheben. Bei denkmalgeschützten Gebäuden stimmen wir Deckart, Format und Material mit der Denkmalbehörde ab – dort ist meist nicht nur entscheidend, dass das Dach dicht ist, sondern auch, wie es aussieht.
Das übernehmen wir für Sie
- Altdeutsche Deckung, Schuppen- und Rechteck-Doppeldeckung
- Turm-, Gauben- und Kehlflächen, auch an Rundungen
- Fassadenschiefer an Wetterseiten und Giebeln
- Kehlbleche, Verwahrungen und Anschlüsse aus eigener Klempnerei
- Partielle Reparatur und Abstimmung mit der Denkmalbehörde
Fragen zu Schieferarbeiten
Wie lange hält ein Schieferdach?
Was kostet Schiefer im Vergleich zu Ziegel?
Worin unterscheiden sich Altdeutsche und Schuppendeckung?
Kann man ein Schieferdach reparieren oder muss alles neu?
Eignet sich Schiefer auch für moderne Häuser?
Arbeiten Sie auch an denkmalgeschützten Gebäuden?
Geben Sie Ihr Projekt in sichere Hände.
Ob Neubau, Sanierung oder Restaurierung: Wir schauen uns Ihr Vorhaben vor Ort an und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot – unverbindlich und ohne Kostenfalle.